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Greening Finance

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Anfang Oktober 2018 veröffentlichte der Weltklimarat den Sonderbericht zur Begrenzung der Erderhitzung auf 1,5 Grad Celsius. Der Bericht zeigt deutlich die Unterschiede zwischen einer Zwei-Grad- und einer 1,5-Grad-Welt: Die Folgen einer Erderwärmung auf zwei Grad sind wesentlich negativer. Noch ist die Begrenzung der Erderwärmung auf 1,5 Grad erreichbar, aber dafür ist eine tiefgreifende Transformation der bisherigen Lebens- und Wirtschaftsweise notwendig.

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Union Investment und der WWF Deutschland haben daher im Oktober 2018 zur Greening Finance geladen. Die von Marco Vollmar, Mitglied der Geschäftsleitung des WWF Deutschland, moderierte Veranstaltung sollte dem Austausch zwischen Politik und institutionellen Investoren neue Impulse geben.

Ziel von Greening Finance war es außerdem, neue Ideen zu diskutieren und Antworten auf die Frage zu entwickeln, wie die Finanzmarktteilnehmer Treiber eines nachhaltigen Wandels in eine 1,5-Grad-Welt werden können.

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Der frühere Leiter des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung stellte die Ergebnisse des 1,5-Grad-Berichts des Weltklimarats (IPCC) vor. Die Erkenntnis des Berichts: Eine Erhöhung der Erderwärmung um mehr als 1,5 Grad würde aufgrund der Kippeffekte sehr ernste Konsequenzen für Mensch und Natur haben. Die bisherigen Zusagen der Länder zum Pariser Klimaabkommen reichen bei Weitem nicht aus, um selbst das Erwärmungslimit von zwei Grad einzuhalten.

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Klimaforscher warnen daher, je länger effektiver Klimaschutz aufgeschoben wird, umso stärker steigen die Schäden und umso teurer werden die notwendigen Anpassungsmaßnahmen. Die wirtschaftlichen und sozialen Auswirkungen eines ungebremst fortschreitenden Klimawandels sind kaum abzusehen. Um gegenzusteuern, sind eine drastische Verringerung des Energieverbrauchs sowie Emissionsminderungen in allen Bereichen notwendig. Ohne ein tiefgreifendes Umdenken und die Transformation der Wirtschaft und der Finanzmärkte wird sich der Klimawandel nicht aufhalten oder auf ein erträgliches Maß begrenzen lassen.

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Das Finanzsystem sei als tragende Säule des Wirtschaftssystems ähnlich fundamental von der Transformation betroffen wie die produzierenden Unternehmen. Die Transformation könne aber nur gelingen, wenn gleichzeitig Wohlstand, Wettbewerbsfähigkeit und Arbeitsplätze gesichert werden könnten. Dafür seien entsprechende politische Rahmenbedingungen notwendig, die klar und interpretationsfrei der Wirtschaft und dem Finanzsektor Orientierung böten.

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Eine aktive Gestaltung des Wandels eröffne die Möglichkeit, innovatives Unternehmertum gezielt zu fördern, neue Geschäftsfelder zu erschließen, Arbeitsplätze zu sichern und neue zu schaffen. Im Einklang mit dem Klimaschutz könnten so die Lebensgrundlagen für kommende Generationen gesichert werden. „Deutschland muss wieder und gemeinsam mit anderen europäischen Staaten und der Europäischen Union zum Motor der Transformation werden“, forderte Kopp.

Aufgabe der Politik sei es, für die Wirtschaft und die Finanzmarktteilnehmer robuste, anspruchsvolle und zielgerichtete regulatorische Rahmenbedingungen zu schaffen, um den anstehenden Wandel zu gestalten. Dazu zählen unter anderem die Förderung marktorientierter Mechanismen zur Preisbildung bislang externalisierter Umweltkosten, eine klare Auslegung von Sorgfaltspflichten und die Berücksichtigung von Nachhaltigkeit sowie systemverträgliche Anreizlösungen.

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Der Klimawandel wird alle Sektoren, die Mehrzahl der Unternehmen und Assets, aber auch Staaten betreffen und weitreichende Konsequenzen für die Kapitalanlage haben. Eine Transformation, ob als Folge des Klimawandels oder um ihm gegenzusteuern, ist unvermeidlich. Es ist lediglich eine Frage der Zeit, wann und in welchem Ausmaß einzelne Akteure betroffen sein werden. Schon heute reagieren Kapitalmärkte und auch Investoren implizit auf den Klimawandel. Dies geschieht bisher allerdings nur eben sehr punktuell und noch nicht systematisch.

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Mit einem Betrag von jährlich einer Billion US-Dollar wird gerechnet. Dies eröffnet dem Finanzsystem große Chancen und Wachstumspotenziale. Gleichzeitig werden sich die Risikoprofile von Assets und Unternehmen im Zuge des Klimawandels ändern. Für die institutionelle Kapitalanlage ist es daher wesentlich, Prozesse zu implementieren, die sicherstellen, dass sich die aus der Transformation zu einer 1,5-Grad-Welt ergebenden Chancen und Risiken in der Anlagestrategie spiegeln.

Dazu zählen etwa eine an wissenschaftlichen Erkenntnissen orientierte, szenariobasierte und zukunftsgerichtete Analyse, die nach Sektoren und auch Regionen differenziert und dabei sowohl physische als auch politische, rechtliche, marktliche und Reputationsrisiken umfasst. Alexander Schindler appellierte, nicht zu lange abzuwarten, denn das Unternehmens- und Anlagerisiko werde umso höher, je länger es dauert, um auf den geplanten Pfad umzuschwenken. Ab einem bestimmten Zeitpunkt gegen Ende der 2020er Jahre sei ein derartiges Umschwenken nur noch unter sehr großen Kosten denkbar – und damit praktisch unmöglich. Der bevorstehende Wandel sollte aber als Chance zur Erneuerung und als Neudefinition eines aktiven Asset Managers im Sinne der Investoren und der Gesellschaft verstanden werden, schloss Schindler.

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Die Teilnehmer von Greening Finance konnten wichtige Erkenntnisse zu der Bedeutung des 1,5-Grad-Ziels und der Notwendigkeit einer Transformation zu einer dekarbonisierten Wirtschaft gewinnen.

Das Klimaziel von zwei Grad reicht nicht aus, um schwerwiegende Folgen zu vermeiden.

Zur Erreichung eines Klimaziels von 1,5 Grad ist die Transformation der Wirtschaft und der Finanzmärkte notwendig.

Unternehmen und Investoren müssen für die Risiken des Nichthandelns sensibilisiert werden.

Die Politik muss außerdem die regulatorischen Leitplanken für die Transformation setzen.

Die Mobilisierung des privaten Kapitals ist der Schlüssel zur Transformation.

Die Transformation gelingt nur im Zusammenspiel mit allen Akteuren.

Die Unterlagen zu Greening Finance als PDF

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